Wer schon einmal in Skandinavien oder Amerika war, hat vielleicht kommerzielle Bingohallen entdeckt, in denen in Gesellschaft vieler anderer Spieler dem Spaß mit den weißen Kugeln gefrönt wird. Auch hierzulande wird Bingo gelegentlich gespielt, hat bislang aber neben seinem großen Bruder, dem Lotto, eher ein Schattendasein geführt.
Insbesondere angesichts der spektakulären Lotto-Jackpots in den letzten Jahren mit 10, 20, 30 Mio. €, sieht Bingo eher blass aus. Bei dem Namen denken nicht wenige zunächst eher an ältere Damen bei einem Kaffeekränzchen im Gemeindehaus. Auch das ist durchaus noch gang und gebe, allerdings nicht mehr die Norm. Denn heutzutage wird Bingo zunehmend online gespielt, und das von allen Gesellschaftsschichten.
Das Spielprinzip ist dabei unverändert schnell erklärt: Zunächst muss ein Bingo-Ticket erworben werden, auf dem Zahlen aufgedruckt sind. In der Bingohalle steht eine große Mischmaschine, die die Bingokugeln beinhaltet (entweder 75 oder 90 Stück). Der Gastgeber zieht nach und nach Kugeln aus der Maschine und ruft die darauf aufgedruckten Zahlen aus. Hat man eine dieser Zahlen auf dem gekauften Ticket, darf diese markiert werden. Schafft man es, auf diese Weise ein bestimmtes, vorgegebenes Muster zu erhalten, hat man „Bingo“ und meldet sich damit bei der Spielleitung. Je nach Spielort gibt es dann mehr oder weniger wertvolle Gewinne.
Es gibt keine Strategien für Bingo, da es sich um ein reines Glücksspiel handelt. Man kann weder bluffen noch nach irgendeiner mathematischen Vorschrift Einsätze tätigen. Dadurch kann es gut nebenbei gespielt werden, doch Vorsicht: Wer die ausgerufene Zahl verpasst, verpasst auch seinen Gewinn. Bingo ist damit also auch in gewisser Hinsicht ein Konzentrationsspiel – wenn auch ein sehr entspannendes!














