Seit der Kongress 1988 den «Indian Gaming Regulatory Act» verabschiedet hat, der es den Stämmen erlaubt, in ihren Reservaten Kasinos zu eröffnen, boomt das Geschäft.
Gemäss der National Indian Gaming Commission vervierfachten sich die Einnahmen der Indianerkasinos von 1995 bis 2004 auf 19,4 Milliarden Dollar. Am lukrativsten sind die 52 Indianerkasinos in Kalifornien und im Norden Nevadas: Ihre Einnahmen beliefen sich im Jahr 2004 auf 5,8 Milliarden Dollar.
Der Geldsegen, welcher der Kasinobetrieb dem Stamm San Manuel beschert, ist offensichtlich: Noch im Januar eröffnete er ein neues, hochmodernes Kasino mit 2000 Spielautomaten, drei grossen Restaurants und einer Bingohalle, in der 2500 Leute Platz finden. Die Bingohalle aus dem Jahr 1986 und der Kasinoanbau von 1994 waren zu klein und unpraktisch geworden.
Doch der Stammesmitglieder wollen sich nicht auf den Lorbeeren ausruhen. «Spielen ist eine kurzlebige Angelegenheit», erklärt Deron Marquez. Man versuche deshalb, zu diversifizieren und das Geld sinnvoll zu investieren: in Hotels und Bürogebäude in Washington DC, ins elegante Restaurant Twin Palms in Old Pasadena sowie in die Produktion eines eigenen Mineralwassers und in Lagerhäuser in der Umgebung. Zudem erhalten die 200 Stammesmitglieder jährlich einen Betrag überwiesen, den sie nach ihrem Gutdünken ausgeben können.


